Praktikumsstellen für Schülerinnen und Schüler in den Berufen der Geoinformationstechnologie

Der Fachkräftemangel in den technisch-naturwissenschaftlichen Berufen (MINT) nimmt seit einigen Jahren beständig zu und ist eine der größten aktuell und zukünftig zu bewältigenden Herausforderungen insbesondere in den Berufen der Geoinformationstechnologie.

In einigen Fachbereichen und Bundesländern kann schon heute der Fachkräftebedarf nicht mehr gedeckt werden. Auch in Thüringen verschärft sich die Situation zusehends und der Wettbewerb um die Mitarbeiter mit allen negativen Folgen ist längst im vollen Gange. Engpässe bei den Arbeitskräften treten bereits heute auf und vorhandene Arbeitsplätze können nicht mehr adäquat besetzt werden.

Absolventen der Berufsausbildungen zum Geomatiker oder Vermessungstechniker sowie des Studiums der Geodäsie und Geoinformation bzw. Vermessung und Geoinformatik haben derzeit und zukünftig die besten Berufsaussichten.

Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken haben bereits vor einigen Jahren die Deutsche Gesellschaft für Kartographie / Sektion Thüringen (DGfK), der Verband Deutscher Vermessungsingenieure / Landesverband Thüringen (VDV), der Bund der Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure / Landesgruppe Thüringen (BDVI) und der Deutsche Verein für Vermessungswesen / Landesverein Thüringen (DVW) gemeinsam eine erfolgreiche Nachwuchsinitiative gestartet.

Die Ausbildungszahlen haben sich stabilisiert und erhöht, aber auch die Bewerberzahlen konnten deutlich gesteigert werden. Die Einführung des dualen Studienganges „Vermessung und Geoinformatik“ im Thüringer Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation zusammen mit der  Hochschule Anhalt-Dessau wurde aktiv begleitet. Einige Ingenieur- und ÖbVI-Büros sind diesem Bespiel gefolgt und bieten ebenfalls die Möglichkeit eines dualen Studium im Bereich Vermessung an.

Erreicht werden konnte dies unter anderem durch eine starke Präsenz auf den Berufsmessen. Ein besonderen Dank gilt allen ehrenamtlichen Standbetreuern. Der Erstkontakt mit dem Berufsbildern in der Geodäsie und Geoinformation auf den Berufsmessen ist ein erster wichtiger Schritt für die Schülerinnen und Schüler, der dann in einem Praktikum vertieft werden kann und auch sollte. Hierzu wird für interessierte Schülerinnen und Schüler eine Übersicht über mögliche Praktikumsplätze geführt, die regelmäßig aktualisiert wird.

Diese kann unter folgendem Link abgerufen werden: Praktikumsstellen.pdf

Sanierung und Pflege des Grenzsteinlapidariums Willrode

Das vom DVW-Thüringen ins Leben gerufene Grenzsteinlapidarium Willrode erfreut inzwischen seit mehr als 10 Jahren die Besucher des Forsthauses an der Straße zwischen Egstedt und Schellroda. Gerade auch zum jährlichen Tag des Grenzsteins am letzten Sonntag im Februar findet es reichlich Beachtung. Denjenigen, die sich auf die Entstehung des Lapidariums rückbesinnen möchten, seien die beiden Mitteilungsblätter des Jahres 2009 empfohlen, in deren Nachrichtenteil sich hierzu ausführliche Informationen finden.

Die Anlage des Lapidariums bringt es mit sich, dass ein Verschleiß der Informationstafeln zu den Grenzsteinen und zum Lapidarium in seiner Gesamtheit nicht vermeidbar ist. Da die Tafeln in den Boden eingelassen und somit begehbar sind, mussten schon frühzeitig einige Tafeln ausgetauscht werden.

Es war gewissermaßen noch ein Vermächtnis unseres verstorbenen Bundesvorsitzenden Prof. Dr. Karl-Friedrich Thöne, dem die Anlage stets am Herzen lag und noch kurz vor seinem Tod eine durchgreifende und möglichst auch konzeptionelle Erneuerung des Lapidariums empfahl.

Im Anschluss wurde eine Reihe Überlegungen angestellt und verworfen. Eine durchgreifende Änderung des Konzepts des Lapidariums mit überdachten Schautafeln, Faltblättern und QR-Codes war nach Aussage des Forstamtes aus Gründen des Denkmalschutzes auf dem Gelände nicht umsetzbar. Die Entfernung der Tafeln ohne Ersetzung an gleicher Stelle hätte außerdem auch schwer überschaubare Sanierungskosten an den Wegen zwischen den Exponaten verursacht. Andere Überlegungen sahen vor die Tafeln am gleichen Ort schräg aufzustellen, doch dies wurde aus Unfallschutzgründen verworfen.

Nachdem Anfang des Jahres 2020 nahezu die Hälfte der Tafeln nur noch schwer lesbar waren, entschloss sich der DVW-Landesvorstand im Rahmen des Machbaren zu handeln. Es blieb bei dem vorhandenen Konzept, jedoch wurden die Tafeln mit einer zusätzlichen Steinschlagschutzfolie versehen, um eine längere Haltbarkeit zu gewährleisten. Auf dieser Grundlage hat der DVW-Thüringen die Neuerstellung und den Austausch aller 22 Tafeln bei der Firma Spectrum digital in Auftrag gegeben.

Am 3. Juni 2020 wurden die Tafeln ausgetauscht und das Lapidarium erstrahlt nun wieder im ursprünglichen Glanz mit der Hoffnung auf eine längere Haltbarkeit.

Dass das Lapidarium immer wieder einen Besuch wert ist, ist auch das Verdienst des Trägerwerks Soziale Dienste in Thüringen e. V. Das Trägerwerk engagiert sich thüringenweit in über 70 Einrichtungen vor allem in den Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe, der Psychiatrie und der Behindertenhilfe. Zu Zeiten der Begründung war Herr Reinhard Schnell, hauptamtlich Mitarbeiter des Trägerwerks, Vorsitzender des Verein der Freunde und Förderer des Forsthauses Willrode e.V. So kam es zu einer Kooperationsbeziehung zwischen Trägerwerk und Forstamt in deren Rahmen u. a. der Innenhof des Forstamtes Willrode durch Menschen mit Handicap regelmäßig gepflegt wird. So erfährt auch das Lapidarium diese Betreuung und es ist dankenswerterweise gewährleistet, dass die Grenzsteine bedarfsweise freigeschnitten und die Erläuterungstafeln sauber gehalten werden.

Zur Arbeit des Landesvorstandes

Liebe Vereinsmitglieder,


aufgrund der gegenwärtigen besonderen und schwierigen Situation in Verbindung mit der Corona-Pan-
demie möchten wir kurz über die Vorstandsarbeit sowie die aktuellen Planungen bzw. Vorhaben berich-
ten.


Leider mussten wir einige in diesem Jahr geplante Veranstaltungen und Projekte verschieben oder auf-
geben. An erster Stelle sind hier sicher unsere im Frühjahr vorgesehene und bereits durchorganisierte
Jahresfachtagung und die ordentliche Mitgliederversammlung zu nennen. Im Vorstand haben wir uns
darüber verständigt, dass wir die Mitgliederversammlung nachholen werden, die Jahresfachtagung aber,
wegen des damit verbundenen organisatorischen Aufwands und der gegenwärtigen finanziellen Risiken,
nicht. Die Entscheidung hierzu ist uns nicht leichtgefallen, da wir in der Kombination von beiden immer
einen jährlichen Höhepunkt in unserem Vereinsleben sehen. Für die Mitgliederversammlung haben wir
nun den 13. November 2020 als Termin vorgesehen. Hier stehen neben den üblichen Berichten des Vor-
sitzenden und der Schatzmeisterin, der Entlastung des Vorstandes und dem Haushaltsbeschluss für das
laufende Geschäftsjahr in diesem Jahr auch zwei Wahlen an - das sind die beiden Vorstandsfunktionen
des/der stellvertretenden Vorsitzenden und des/der Schatzmeister/in.


Sehr bedauerlich ist auch, dass wir den alle zwei Jahre in Jena stattfindenden Geomessdiskurs im Ein-
vernehmen mit den Co-Veranstaltern bzw. -Organisatoren, dem DVW-Arbeitskreis 3 „Messmethoden
und Systeme“ und der Firma Trimble Jena GmbH, absagen mussten. Auch der Geomessdiskurs war
bereits inhaltlich und organisatorisch fertig geplant. Hier haben wir vorgesehen, die Veranstaltung im
kommenden Jahr mit denselben inhaltlichen Themen nachzuholen.


Leider sahen wir uns gezwungen, auch die beiden geplanten Exkursionen im Juni zum Geodynamischen
Observatorium in Moxa und im September in das Geoforschungszentrum Potsdam abzusagen. Beide
sollen zu einem noch nicht näher bestimmten Zeitpunkt nachgeholt werden, die Fahrt nach Moxa gege-
benenfalls noch in diesem Jahr, soweit die Umstände es zulassen.


Für den Berufsnachwuchs konnten wir bisher ebenfalls nicht, so wie in den Vorjahren, auf Berufsbil-
dungsmessen werben, da diese von den Veranstaltern abgesagt wurden. Waren wir im vergangenen Jahr
auf insgesamt acht Messen gemeinsam mit dem BDVI, dem VDV und dem TLBG mit einem Stand
vertreten, hoffen wir, dass wir in diesem Jahr wenigstens noch an zwei Messen teilnehmen können.
Ferner wurden die aus Anlass der Gründung des Landes Thüringen vor 100 Jahren in das Gesamtkon-
zept des Vereins Weimarer Republik e.V. und des TLBG eingebetteten Exkursionen, wie alle öffentli-
chen Veranstaltungen, die in diesem Zusammenhang um das historische Jubiläumsdatum 1. Mai geplant
waren, zunächst abgesagt. Sie sollen im Oktober nachgeholt werden. So wird die Grenzsteinwanderung
Stausee Kelbra - Hüfler bereits auf unserer Webseite beworben. Für die Grenzsteinwanderung Steiger
- Forsthaus Willrode wird die Ankündigung folgen. Wir freuen uns über jeden, der daran teilnehmen
möchte.

Trotz der notwendigen Verschiebungen bzw. Absagen konnten einige Vereinsangebote beibehalten wer-
den, wurden Projekte bearbeitet und Vorstandssitzungen durchgeführt. So wurde unsere Webseite ak-
tualisiert, das neue Mitteilungsblatt mit Inhalten gefüllt und an bundesweiten Aktionen und Aufgaben
des DVW e.V. mitgewirkt. Ebenfalls wurde in den Arbeitskreisen Facharbeit geleistet (unsere Thüringer
Vertreter berichten nachfolgend) und per Videokonferenz an der Mitgliederversammlung des DVW e.V.
teilgenommen. Auch die Vorbereitungen für das Sommerkolloquium, das im Rahmen der Feierlichkei-
ten zum Jubiläum „150 Jahre DVW“ am 11. Juni 2021 in Erfurt stattfinden soll, werden nun wieder
aufgenommen. Nicht zuletzt ist die Erneuerung der Tafeln für die Grenzsteine im Forsthaus Willrode
seit dem 3. Juni 2020 abgeschlossen. Hierzu erfolgt ein Bericht im nächsten Mitteilungsblatt.
Auch wenn Video- oder Telefonkonferenzen uns sehr halfen und sicher künftig mehr als bisher eine
Rolle in unserer Arbeit spielen werden, so freuen wir uns nun sehr über die ersten Präsenzveranstaltun-
gen, die wieder eine lebhaftere Diskussion und fachlichen Austausch zulassen. So möchten wir es nicht
versäumen für die diesjährige INTERGEO in Berlin zu werben, die vom 13. bis 15 Oktober, natürlich
unter den dann bestehenden Auflagen, stattfinden wird.
Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich bei allen aktiv an der Umsetzung der Vereinsziele Mit-
wirkenden bedanken und wünschen allen Mitgliedern eine gute Zeit, Spaß am Vereinsleben und vor
allem Gesundheit.

Dirk Mesch, Vorsitzender

Claus Rodig, stellv. Vorsitzender

Hier geht es zum vollständigen Beitrag aus den Vereinsnachrichten im DVW-Mitteilungsblatt 1/2020

192. DVW Seminar

Achtung: Neuer Tagungsort

Informieren Sie sich auch auf der Seite des AK 6

Seminar - Behandlung "Besonderer objektspezifischer Grundstücksmerkmale"

Am 8. September 2020 findet das Tagesseminar des DVW Arbeitskreis 6 - Immobilienwertermittlung in Halle (Saale) statt.

Das Seminar richtet sich vorwiegend an Sachverständige für Immobilienwertermittlung, Mitarbeiter der Geschäftsstellen der Gutachterausschüsse und Mitglieder von Gutachterausschüssen.

Ort der Veranstaltung:

Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina e.V.
− Nationale Akademie der Wissenschaften –
Jägerberg 1
D-06108 Halle (Saale)

Weitere Informationen, auch zum Programm und zur Anmeldung, finden Sie im beigefügtem Faltblatt.