Sanierung und Pflege des Grenzsteinlapidariums Willrode

Das vom DVW-Thüringen ins Leben gerufene Grenzsteinlapidarium Willrode erfreut inzwischen seit mehr als 10 Jahren die Besucher des Forsthauses an der Straße zwischen Egstedt und Schellroda. Gerade auch zum jährlichen Tag des Grenzsteins am letzten Sonntag im Februar findet es reichlich Beachtung. Denjenigen, die sich auf die Entstehung des Lapidariums rückbesinnen möchten, seien die beiden Mitteilungsblätter des Jahres 2009 empfohlen, in deren Nachrichtenteil sich hierzu ausführliche Informationen finden.

Die Anlage des Lapidariums bringt es mit sich, dass ein Verschleiß der Informationstafeln zu den Grenzsteinen und zum Lapidarium in seiner Gesamtheit nicht vermeidbar ist. Da die Tafeln in den Boden eingelassen und somit begehbar sind, mussten schon frühzeitig einige Tafeln ausgetauscht werden.

Es war gewissermaßen noch ein Vermächtnis unseres verstorbenen Bundesvorsitzenden Prof. Dr. Karl-Friedrich Thöne, dem die Anlage stets am Herzen lag und noch kurz vor seinem Tod eine durchgreifende und möglichst auch konzeptionelle Erneuerung des Lapidariums empfahl.

Im Anschluss wurde eine Reihe Überlegungen angestellt und verworfen. Eine durchgreifende Änderung des Konzepts des Lapidariums mit überdachten Schautafeln, Faltblättern und QR-Codes war nach Aussage des Forstamtes aus Gründen des Denkmalschutzes auf dem Gelände nicht umsetzbar. Die Entfernung der Tafeln ohne Ersetzung an gleicher Stelle hätte außerdem auch schwer überschaubare Sanierungskosten an den Wegen zwischen den Exponaten verursacht. Andere Überlegungen sahen vor die Tafeln am gleichen Ort schräg aufzustellen, doch dies wurde aus Unfallschutzgründen verworfen.

Nachdem Anfang des Jahres 2020 nahezu die Hälfte der Tafeln nur noch schwer lesbar waren, entschloss sich der DVW-Landesvorstand im Rahmen des Machbaren zu handeln. Es blieb bei dem vorhandenen Konzept, jedoch wurden die Tafeln mit einer zusätzlichen Steinschlagschutzfolie versehen, um eine längere Haltbarkeit zu gewährleisten. Auf dieser Grundlage hat der DVW-Thüringen die Neuerstellung und den Austausch aller 22 Tafeln bei der Firma Spectrum digital in Auftrag gegeben.

Am 3. Juni 2020 wurden die Tafeln ausgetauscht und das Lapidarium erstrahlt nun wieder im ursprünglichen Glanz mit der Hoffnung auf eine längere Haltbarkeit.

Dass das Lapidarium immer wieder einen Besuch wert ist, ist auch das Verdienst des Trägerwerks Soziale Dienste in Thüringen e. V. Das Trägerwerk engagiert sich thüringenweit in über 70 Einrichtungen vor allem in den Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe, der Psychiatrie und der Behindertenhilfe. Zu Zeiten der Begründung war Herr Reinhard Schnell, hauptamtlich Mitarbeiter des Trägerwerks, Vorsitzender des Verein der Freunde und Förderer des Forsthauses Willrode e.V. So kam es zu einer Kooperationsbeziehung zwischen Trägerwerk und Forstamt in deren Rahmen u. a. der Innenhof des Forstamtes Willrode durch Menschen mit Handicap regelmäßig gepflegt wird. So erfährt auch das Lapidarium diese Betreuung und es ist dankenswerterweise gewährleistet, dass die Grenzsteine bedarfsweise freigeschnitten und die Erläuterungstafeln sauber gehalten werden.

Ja